Onlinehandel vs. stationärer Einzelhandel – so geht’s!

Onlinehandel vs. stationärer Einzelhandel!?

Nichts beschäftigt die Kleinunternehmen mehr, als der Konkurrenzkampf zwischen Internethandel und lokalen Geschäften. Und was soll man auch anderes sagen, als: „Jeder Einzelhändler sollte sich mit dieser Thematik beschäftigen„?!

Dabei ist es egal, ob man sich selbst viel Zeit dafür nimmt oder direkt an einen Marketingberater wendet – wobei Letzteres sicherlich die (langfristig) bessere Lösung ist.

Der Preis ist schuld…!?

Tendenziell dreht sich bei diesem Wettbewerb alles um den Preis – günstig muss es sein. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Wer als Einzelhändler von dieser Preis-These überzeugt ist, hat sein Geschäft und vor allem sich selbst schon aufgegeben.

Es ist natürlich so gut wie unmöglich, die selben Preise für gleiche Leistungen anzubieten und damit erfolgreich ein lokales Geschäft betreiben zu können. Die höheren Ausgaben für Miete, Strom, Heizkosten, Mitarbeiter, Versicherungen etc. pp. erlauben das einfach nicht.

Dann gibt es nur 2 Möglichkeiten

  1. Geschäftsaufgabe
  2. Marktanpassung

Über den ersten Punkt möchten wir hier nicht sprechen, denn das sollte immer die letzte aller Möglichkeiten sein, wenn wirklich nichts mehr hilft.

Marktanpassung ist die Lösung. Unternehmen, die nicht mit dem Wandel der Zeit gehen, haben im Regelfall schlechte Aussichten auf Erfolg. Vielen Kleinunternehmern fehlt meistens das richtige Denken – größenteils mangels entsprechender Aus- und Weiterbildungen auf dem Gebiet „Marketing & Unternehmensstrategien“.

Der Schlüssel ist das Hineinversetzen in den Kunden; alles mit seinen Augen zusehen, wie der potenzielle Kunde zu denken:

  • Welche Vorteile hat ein Kunde bei mir zu kaufen, statt die Waren im Internet zu bestellen?
  • Wie sieht er das Geschäft (Ausstattung, Sauberkeit, Übersichtlichkeit, Ausleuchtung, Sortiment)?
  • Was bieten Sie ihm, dass er im Onlinehandel nicht bekommt?
  • Was erwartet er vom Personal?

Fragen über Fragen, die man sich stellen muss. Oder anders gefragt: Was erwarten Sie von einem lokalen Händler, wenn Sie einkaufen gehen?

Das Zauberwort heißt „Service“

Die Antwort auf alle Fragen hat nur eine Kernaussage „Service„!

Überall liest man diese Standardsprüche á la „Bei uns ist der Kunde König“… Aber was wird davon umgesetzt? Das eigentliche Umgarnen eines Kunden, ihm die Bedürfnisse aus den Gedanken zu lesen, seine Gestik und Mimik zu deuten, um dann darauf entsprechend zu reagieren – das bleibt doch ehrlich gesagt vielerorts auf der Strecke oder wird nur halbherzig verfolgt.

Die Bezeichnung „Servicewüste Deutschland“ kommt nicht von ungefähr.
Fairerweise muss man sagen, dass es auch einige Ausnahmen gibt, die das Serviceverständnis seit einigen Jahren wieder eingeführt haben. Kundenzufriedenheitsauszeichnungen für Servicequalität belegen das. Viele davon kommen jedoch nicht aus dem stationären Einzelhandel.

Interessieren Sie sich für Ihren Kunden. Sehen Sie in ihm nicht nur das schnelle Geld. Bauen Sie langsam eine freundliche Beziehung zu ihm auf. Fragen Sie nach seinen Gewohnheiten; als Modehändler z.B. nach seinen Lieblingsfarben und Kleidungsstilen. Weisen Sie ihn auf Trends hin, geben Sie ihm verschiedene Produkte zum Vergleich und beraten Sie ihn kompetent und ehrlich hinsichtlich der jeweiligen Vor- und Nachteile! (…)

Kurz um: Bieten Sie Ihrem Kunden das Rund-um-Sorglos-Paket, mit dem er nichts anderes als „sehr zufrieden“ sein kann.

Ergänzen Sie Ihr Angebot

Erweitern Sie Ihre Produktpalette um Angebote, die sinnvollerweise mit Ihren Hauptwarengruppen in Verbindung gebracht werden. Das können sowohl Artikel, als auch Dienstleistungen sein, wie z.B.

  • Änderungsschneiderei, Wäscheservice und Textilpflege-Produkte im Modehandel
  • Installations- & Reparaturservice im Elektronikhandel
  • Kostenloser Lieferservice nach Hause oder das Tragen seiner Einkäufe zum Auto

Gerade der kostenlose Lieferservice wird ein kommendes Erfolgsmodell. Der demografische Wandel sorgt in Zukunft für eine immer älter werdende Bevölkerung. Bieten Sie Ihren Kunden an, sämtliche Einkäufe nach Geschäftsschluss an ihn auszuliefern. Kombinieren Sie beispielsweise diesen Lieferdienst mit benachbarten Geschäften – so hat die ganze Einkaufsmeile etwas davon und die anteiligen Lieferkosten sind wesentlich geringer.

Ihr Kunde ist glücklich über diesen Service, der ihm das mühsame Tragen der vielen Einkaufstüten erspart, und Sie haben langfristig zufriedene Stammkunden.

Die Ausrichtung auf beratungsintensive Produkte ist ebenso recht sinnvoll. Gerade im Bereich moderner Technik und dem Bedürfnis älterer Generationen auch dazuzugehören, ergibt sich diesbezüglich im stationären Handel ein großes Potenzial.

Die Kombination macht’s!

Als bestehender stationärer Einzelhändler macht es durchaus Sinn mehrgleisig zu fahren. Denn die Produkte in Ihrem Warenlager bzw. in Ihren Regalen sind ja sowieso vorhanden. Nutzen Sie daher auch die Möglichkeiten eines eigenen Onlineshops und erhöhen Sie damit Ihren durchschnittlichen Umsatz. Die Unterhaltskosten für einen kleinen Internetshop liegen im Schnitt noch unter 50 EUR im Monat.

 

Fazit: Bleiben Sie stets am Ball. Seien Sie kreativ und entwickeln Sie Gemeinschaftskonzepte mit Ihren Nachbarn.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg – und stehen Ihnen natürlich auch gerne beratend zur Seite!

Zu guter Letzt noch eine Statistik zum Thema:

Onlinehandel vs. stationärer Einzelhandel

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